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JerezAUS DER GESCHICHTEDer Sherry ist höchstwahrscheinlich der älteste der feinen Weine weltweit, die heute weiterhin erzeugt werden. Schon 800 Jahre v. Chr. handelten die Phönizier mit Weizen, Oliven und Wein und auf den Seefahrtsstrassen zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer herrschte reger Verkehr. Gewiss ist auch, dass die Römer die Weine aus dieser Gegend schon zweitausend Jahre n. Chr. sehr zu schätzen wussten. Man glaubt, dass der Name ‘Jerez‘ bzw. ‘Sherry‘ vom arabischen Namen ‘Scheris‘ der Stadt Jerez stammt. Im 13. Jahrhundert wurden die Mauren von hier vertrieben, doch der Name blieb. Und zu Shakespeares Zeiten galt der ‘Sherris-Sack‘ als der beste Wein der Welt. BODENVERHÄLTNISSEDie besten Böden liegen in den höheren Lagen, in Jerez Superior, und sind unter dem Namen ‘albarizas‘ bekannt. Sie sind reich an Kalk. Während der Regenzeit saugen sie das Wasser wie Schwämme auf und speichern es für die trockene Jahreszeit. Auf der Oberfläche hingegen bildet sich eine harte Erdkruste, von der die Sonnenstrahlen auf die Trauben reflektiert werden. Die Weingärten liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, nicht höher als 50 m. KLIMAEs herrscht ausgesprochenes Mittelmeerklima mit heissen Sommern und milden Wintern. Die grössten Niederschläge sind im Winter und im Frühjahr zu verzeichnen. REBSORTENDer Jerez wird traditionsgemäss aus der Listán ( Palomino) Traube bereitet, die auf 95 % der Rebfläche angebaut wird. Der Rest ist Pedro Ximénez und etwas Moscatel. WEINSORTENName, Wohlstand und Geschichte der Stadt sind eng mit ihren verstärkten Weinen verknüpft, die man in zwei Kategorien unterteilt: Finos und Olorosos. Bei den ‘Finos‘ bildet sich auf der Oberfläche der Weine eine Hefeschicht, auch ‘flor‘ genannt, während das bei den ‘Olorosos‘ nicht der Fall ist. Nach einem Jahr kommen beide Weine in die sogenannte Solera, die aus einer Partie von Fassreihen mit älterem Wein besteht. Wenn an einem Ende reifer Wein abgezapft wird, fliesst neuer Wein in die Fässer am anderen Ende der Solera. Mit diesem fortschreitenden Auffüllen älterer Fässer aus jüngeren mit ähnlichem Wein, erreicht man seinen gleichbleibenden Geschmack. Alle natürlichen Sherries sind trocken. Den Süssen (z.B. dem blassen Cream Sherry) wird eine Lösung aus hellem Traubenzucker beigesetzt oder aber Pedro Ximénez Wein (bei den dunklen Cream Sherries). Fino ist ein Wein, auf dem sich eine Hefeschicht bildet. Er ist zwischen 5 und 9 Jahre alt und wird in Jerez selbst oder in Puerto de Santa Maria gereift. Manzanilla ist ein ‘Fino‘, der in der Küstenstadt Sanlúcar de Barrameda gekeltert und gelagert wird, wo das Klima kühler und frischer ist. Er ist zwischen 5 und 9 Jahre alt. Oloroso ist ein Wein, auf dem sich durch höhere Alkoholzugabe keine Hefeschicht gebildet hat. Er wird in allen drei Städten gereift. Er ist gewöhnlich zwischen 10 und 15 Jahre alt. Amontillado war ursprünglich ein ‘Fino‘ Wein, dessen Flor nach einiger Zeit abgestorben ist. Dadurch oxidiert der Wein. Im Durchschnitt reift Amontillado 10 bis 15 Jahre. Cream ist ein Wein, der entweder mit einer klaren Traubenzuckerlösung (blasser Cream) oder mit Wein aus Pedro Ximénez Trauben gesüsst wird (dunkler Cream). Er kann zwischen 5 und 15 Jahre alt sein. P.X.: Ein Süßwein aus Pedro Ximénez mit um die 17 % Alkohol. Traditionell wird er aus rosinierten Trauben gewonnen. (c) ICEX - Spanische Handelsabteilung Düsseldorf |
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