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NavarraAUS DER GESCHICHTEIn Navarra hat man bei Ausgrabungen die ältesten Ruinen einer Weinkellerei in Spanien entdeckt. Sie wurde im zweiten Jahrhundert von den Römern bei Funes erbaut. Navarra hat seinen Wohlstand seiner günstigen Lage an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich und später dann an den Pilgerstrassen nach Santiago de Compostela zu verdanken. Der Weinbau und die Weinherstellung haben viele Jahrhunderte lang einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung dieser Gegend geleistet. Der Weinexport hat immer schon eine große Rolle in der Wirtschaft dieser Region gespielt. Während der Reblausplage in Mitteleuropa im 19. Jahrhundert blühte auch hier, genau wie in der benachbarten La Rioja, das Exportgeschäft auf, und beide Weinbaugebiete waren eine Zeit lang die wichtigste Quelle für Qualitätsweine und belieferten ganz Europa. Den Erfolg hat Navarra nicht zuletzt seiner Experimentierfreudigkeit zu verdanken. Die regionale Regierung unterhält in der Stadt Olite ein Forschungszentrum, EVENA. Es ist eines der bedeutendsten Forschungsinstitute auf dem Gebiet des Weinbaus und der Weinherstellung in Spanien. BODENVERHÄLTNISSEBemerkenswert ist die Tatsache, dass die vier nördlichen Bezirke praktisch den gleichen Boden haben, reiches, lehmhaltiges Erdreich auf Geröll und kalkhaltigem Untergrund. Im äußersten Süden, in der Ribera Baja, ist der Boden trockener und sandiger. Die Höhenlage der Rebfläche schwankt zwischen 250 m in der Ribera Baja und circa 550 m im Norden. KLIMADie drei nördlichsten Bezirke stehen bis zu einem gewissen Grad unter dem Einfluss der Pyrenäen und erfreuen sich eines warmen, trocknen Kontinentalklimas. Von der Ribera Alta an südwärts wird es zunehmend trockener. In der Ribera Baja gibt es recht karge Landstriche. REBSORTENIn Navarra wird vorwiegend die Garnacha Varietät angebaut, aus der die berühmten 'Rosados' (Rosés) dieser Region bereitet werden. Was jedoch die Neuanpflanzung anbetrifft, hat man Ende der achtziger Jahre eine neue Strategie entwickelt. Im nächsten Jahrhundert wird die Garnachatraube ihre Vorrangstellung eingebüsst haben und die Rebfläche ungefähr wie folgt aufgeteilt sein: 35 % Garnacha, 31 % Tempranillo, 16 % Cabernet-Sauvignon, 11 % Viura und andere Traubensorten. WEINSORTENEs ist nicht zu viel behauptet, wenn man sagt, dass die Rosados aus Navarra wohl die besten ihrer Art in Spanien sind und zu den besten der Welt zählen. Die Zukunft scheint aber leider den Rotweinen zu gehören. Die Weißen und Rosados sind meistens zum unmittelbaren Verbrauch bestimmt. Die Roten hingegen werden je nach ihrer Lagerung in Eichenfässern in verschiedene Kategorien unterteilt: Navarra, ohne weiteren Zusatz, sind Weine, die zum unmittelbaren Verkauf hergestellt und abgefüllt werden. Crianza sind Rotweine, die mindestens sechs Monate in Eichenfässern und anschließend noch eine gewisse Zeit in Flaschen gereift sind. Sie können ab dem dritten Jahr als trinkfertig betrachtet werden. Reserva sind Rotweine, die mindestens eine Lagerung von je einem Jahr in Eichenfässern und in Flaschen hinter sich haben. Sie kommen nicht vor dem vierten Jahr in den Handel. Gran Reserva sind Rotweine, die mindestens zwei Jahre in Eichenfässern gereift sind, woran sich eine Flaschenlagerung von mindestens drei weiteren Jahren anschließt. Ab dem sechsten Jahr kann ihr Ausbau als abgeschlossen angesehen werden. (c) ICEX - Spanische Handelsabteilung Düsseldorf |
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